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Allgemeines in Kürze

- Die Entwicklung von Impfstoffen war und ist für Mensch und Tier das  wichtigste Verfahren zur Erhaltung der Gesundheit.

- Wirksame Impfstoffe schützen signifikant vor klinischen  Krankheitserscheinungen jedoch nicht vor Infektionen.

Aktuelles

Anfangs Mai 08 sind bei Hunden in der Ostschweiz Fälle von Staupe aufgetreten. Staupenerkrankung oder auch Stuttgarter Hundeseuche genannt ist fast immer unheilbar. Sicheren Schutz bietet allein die sogenannte kombinierte jährliche Impfung. 
Jedes Jahr tritt bei ungeimpften Katzen in unserem Praxisgebiet die gefürchtete Leukose auf. Auch hier gibt es bei Ausbruch keine Heilung mehr. Letztes Jahr mussten wir 3 Katzen wegen Leukose einschläfern. In diesem Jahr war es leider auch schon wieder eine Katze. Allein die Impfung kann die Katze vor der Krankheit schützen.

Link: www.geliebtgeimpft.ch

Geschichtliches

Zwischen der ersten Impfung gegen Pocken durch Edward Jenner im Jahr 1796 und den modernsten Impfstoffen gegen Papillomaviren im Jahr 2006 liegt eine 200-jährige Erfolgsgeschichte der Human- und Tiermedizin, in der unzählige lebensbedrohliche Krankheiten und Epidemieausbrüche verhindert wurden. Die Entwicklung von Impfstoffen war und ist nachgewiesenermassen für Mensch und Tier das wichtigste Verfahren zum Schutz vor Erkrankungen.


Grundlage der Impfung

Jede wirksame Impfung löst eine humorale und/oder zelluläre Immunantwort aus. Die humorale Immunität wird vor allem durch inaktivierte Antigene ausgelöst und schützt hauptsächlich gegen Bakterien und Toxine. Inaktivierte Impfstoffe benötigen immer ein Adjuvans.
Die zelluläre Immunität wird vor allem durch lebende Antigene stimuliert und schützt gegen Viren und intrazelluläre Bakterien. Rekombinant hergestellte Subunit-Impfstoffe gegen FeLV erreichen mit Hilfe von Adjuvantien, bzw. lebenden Vektoren, auch zelluläre Immunität. Wirksame Impfstoffe schützen entsprechend signifikant vor klinischen Krankheitserscheinungen, jedoch nicht vor Infektionen.


Situation in der Schweiz

In der Schweiz sind ca. 60 - 70 % der Hunde und 30 - 40 % der Katzen geimpft und das Ziel ist, die bereits relativ hohe Durchimpfungsrate zu wahren resp. zu steigern, um das individuelle Tier zu schützen und Epidemieausbrüchen weiterhin wirksam vorzubeugen.


Impfintervalle

Auch wenn Impfintervalle von bis zu drei Jahren für einzelne Komponenten als möglich erscheinen (wie z.B. gegen CPV) sollte immer berücksichtigt werden, dass die zugrunde liegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Regel auf Erfahrungen mit Tieren gewonnen wurden, die frei von den üblichen Infektionserregern (SPF) und unter Laborbedingungen gehalten wurden. Unter Feldbedingungen wurde gezeigt, dass mit einem Abstand von mehr als 18 Monaten zur letzten Impfung in 29 % der untersuchten Seren kein protektiver Staupe-Antikörpertiter mehr nachweisbar war, oder anders ausgedrückt kein genügend hoher Schutz vorhanden war. 
Bei Katzen konnte mit einer Studie gezeigt werden, dass der Impfschutz gegen Leukose nur über jährliche Impfungen aufrechterhalten werden kann.
                                                           

Impfstoffzusatzstoffe

Die Impfstoffe, die wir in unserer Praxis verwenden sind frei von Zusatzstoffen oder Thiomersal. Thiomersal ist eine hochgradig toxische Quecksilberverbindung, die das Nervensystem schädigen kann.     
Wir informieren Sie über alle nötigen Impfungen und besprechen mit Ihnen auch den richtigen Zeitpunkt dafür!